Mag. Barbara Schmidt – Schmidt Strategie

Eine Frage der Werte – Barbara Schmidt in der Tiroler Tageszeitung

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Am 31. Oktober 2026 ist in der Tiroler Tageszeitung (TT-Jobblog) der Artikel „Eine Frage der Werte“ erschienen. Redakteurin Michaela Ehammer hat darin mit mir über eine Frage gesprochen, die mich in meiner Arbeit seit Jahren begleitet: Was macht eine gute Unternehmenskultur aus – und warum sind gelebte Werte gerade in unsicheren Zeiten ein echter Wettbewerbsvorteil?

Hier fasse ich die wichtigsten Gedanken aus dem Gespräch zusammen. Den vollständigen Artikel finden Sie bei der Tiroler Tageszeitung.

Key Takeaways aus diesem Beitrag

  • Unternehmenskultur lässt sich nicht anordnen – sie entsteht täglich durch Entscheidungen, Abläufe, Gewohnheiten und den Umgang miteinander.
  • Wertearbeit beginnt bei der Führung: Wer Werte im Unternehmen verankern will, muss sie zuerst selbst vorleben.
  • Wenige Werte reichen: Ein bis drei Werte, die wirklich gelebt werden, wirken mehr als ein langes Leitbild in der Schublade.
  • Kommunikation ist die Brücke zwischen Haltung und Handlung – etwa durch kurze Werte-Dialoge in bestehenden Meetings oder Werte als Thema im Recruiting.
  • Gelebte Werte zahlen sich auch wirtschaftlich aus: klarere Entscheidungen, stärkere Bindung und mehr Stabilität in Krisen.
Mag. Barbara Schmidt moderiert einen Workshop

Kultur entsteht im Alltag, nicht im Leitbild

Jedes Unternehmen hat eine Kultur – die Frage ist, ob sie Motivation, Vertrauen und Innovation stärkt oder bremst. Viele Betriebe investieren viel Energie in Strukturen und Prozesse und lassen dabei ein großes Potenzial liegen. Denn wie gut Abläufe funktionieren, hängt davon ab, ob das „Wozu“ klar ist und ob alle verstehen, wofür das Unternehmen steht.

Am Anfang meiner Arbeit steht deshalb immer der Blick auf das, was schon da ist: Welche Gewohnheiten, Normen und Werte prägen den Betrieb bereits? Oft sind Werte längst vorhanden – sie werden nur nicht bewusst gelebt. Wie wir diesen Prozess gemeinsam gestalten, lesen Sie auf unserer Seite Unternehmenskultur entwickeln.

Warum Wertearbeit Chefsache ist

Im Gespräch mit der TT habe ich es so zusammengefasst: „Wertearbeit ist eine Haltung. Und die ist zunächst Chefsache.“ Bevor es um Mitarbeiterbindung geht, sollte sich die Führung ehrlich fragen, wie sie selbst mit Verantwortung oder mit Fehlern umgeht. Diese Selbstreflexion braucht Mut und ist nicht immer bequem – aber ohne sie bleiben Werte ein Papier.

Erst wenn Führungskräfte ihre Werte klar benennen und vorleben, werden sie im Unternehmen spürbar.

Weniger Werte, mehr Wirkung

Eine lange Liste an Werten hilft niemandem. Ein bis drei Werte – zum Beispiel Vertrauen, Verantwortung oder Positivität – genügen, wenn sie im Alltag tatsächlich gelebt werden. Wichtig ist, sie klar zu benennen: Wofür stehen wir? Welche Werte zahlen auf unsere Strategie und Positionierung ein? Und wo sind sie heute schon erlebbar?

Damit das Leitbild nicht verstaubt, braucht es Gespräche: kurze Werte-Dialoge in bestehenden Meetings, offenes Feedback und gemeinsame Reflexion. Auch im Recruiting lohnt es sich, Werte früh anzusprechen – so entsteht ein ehrliches Matching zwischen Unternehmen und Bewerber:innen. Mehr dazu finden Sie unter werteorientiertes Employer Branding.

Ein Beispiel aus der Praxis

Im Artikel beschreibe ich ein mittelständisches Tiroler Unternehmen, das die Zusammenarbeit zwischen Produktion und Verwaltung verbessern wollte. Statt neue Prozesse einzuführen, begann die Geschäftsführung mit einem offenen Werte-Dialog: In regelmäßigen Teamgesprächen wurde besprochen, was Vertrauen und Verantwortung im Alltag konkret bedeuten.

Die Wirkung: Konflikte kamen früher auf den Tisch, Abstimmungen liefen reibungsloser und kurzfristige Personalwechsel gingen deutlich zurück. Kulturarbeit zahlt sich eben nicht nur menschlich aus, sondern auch wirtschaftlich.

Den ganzen Artikel lesen

„Eine Frage der Werte“ von Michaela Ehammer, erschienen am 31.10.2026 in der Tiroler Tageszeitung (TT-Jobblog).

Sie möchten wissen, welche Werte in Ihrem Unternehmen schon wirken – und wie Sie sie bewusst stärken? Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Weitere Blogempfehlung: Kultur als tägliche Handlung

FAQ

Um die Frage, was eine gute Unternehmenskultur ausmacht. Barbara Schmidt erklärt darin, warum gelebte Werte und klare Führung gerade in Krisenzeiten ein Wettbewerbsvorteil sind und wie Unternehmen ihr Leitbild im Alltag verankern können.

Weniger, als viele denken. Ein bis drei Werte, die im Alltag wirklich gelebt werden, reichen aus. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern dass sie klar benannt, von der Führung vorgelebt und regelmäßig besprochen werden.

Bei der Führung. Bevor Werte im Team wirken können, sollten Führungskräfte reflektieren, wie sie selbst zum Beispiel mit Verantwortung oder Fehlern umgehen – und diese Werte dann sichtbar vorleben.

Mag. Barbara Schmidt – Schmidt Strategie

Autorin:

Barbara Schmidt

Mag. Barbara Schmidt hat Unternehmensführung am MCI Management Center Innsbruck studiert und 2006 Schmidt Strategie gegründet (Sitz in Innsbruck, zweiter Standort Strass im Zillertal). Seit 20 Jahren begleitet sie Unternehmen bei Strategie, Organisationsentwicklung, Teamentwicklung und Leadership Coaching – als Systemischer Business & Management Coach, Systemischer Team Coach & Trainerin und Werteorientierter Systemischer Leadership Coach. Mehr über Barbara Schmidt

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Der moderierte Teamdialog eignet sich besonders dann,

  • wenn schnelle, spürbare Fortschritte („Quick Wins“) gebraucht werden,
  • oder wenn vermeintlich festgefahrene Situationen endlich lösungsorientiert in Bewegung kommen sollen.
    Mit externer Moderation können auch schwierige Themen sicher und wirksam bearbeitet werden – mit Struktur, Feingefühl und klarer Zielorientierung.